Aids- und Krebshospiz

AidsundKrebsHospiz

Aids- und Krebshospiz in Wonju

„Am 17. August 2010 besuchten einige Vertreter der evangelischen und katholischen Gemeinde das Aids- und Krebshospiz in Wonju.

Es entstammt einer Initiative von Schwester Heide Brauckmann. Gebürtig aus Lendringsen im Sauerland, lebt sie bereits seit mehr als 40 Jahren in Korea. Sr. Heide Brauckmann gründete vor dreißig Jahren den Orden der Franziskanischen Missionsschwestern in Wonju. Er zählt mittlerweile um die 300 Ordensschwestern und ist außer in Korea noch in Sambia und Brasilien tätig.

Die Franziskanischen Missionsschwestern kümmern sich besonders um die Krankenpflege sowie auch um Kinder mit Behinderungen.

Vor 6 Jahren wurde das Hospiz des Ordens um eine Abteilung für an Aids erkrankte Patienten erweitert. Es ist nur eine kleine Abteilung, diese ist aber dringend notwendig. Denn Aids ist in Korea immer noch ein schwieriges Thema, über das nicht gerne gesprochen wird. So werden Aids-Kranke, sobald ihre Erkrankung bekannt wird, schnell zu Außenseitern und fallen durch alle sozialen Netze.

Bei unserem Besuch war Sr. Heide Brauckmann bereits auf dem Weg zu einer ihrer Auslandsniederlassungen. Ihre Stellvertreterin, ebenfalls Ordensschwester und lange Zeit in Deutschland tätig, gab uns einen Einblick in die Arbeit des Hospizes. Wir konnten uns dann auch ein eigenes Bild machen von der Situation der Bewohner sowohl auf der Aids- als auch der Krebsstation. Gerade für die Aidskranken ist das Hospiz für ihren letzten Lebensabschnitt der einzige soziale Bezug, da sich die Angehörigen zumeist aus Scham oder aufgrund von Vorurteilen von ihnen abwenden.

Schließlich konnten wir am Ende unseres Besuches einen Scheck an die Schwestern zur Unterstützung der so notwendigen und segensreichen Arbeit des Hospizes übergeben.“

Pastoralreferent Klaus Walter

(Aus dem Gemeindebrief; Ausgabe Oktober-November 2010)