Haus für Wanderarbeiter

HausfürWanderarbeiter

Das Haus für Wanderarbeiter in Seongnam

„Im Südwesten von Seoul liegt diese überkonfessionelle Einrichtung, die auch vom Staat unterstützt wird.

Hier werden Gastarbeiter aus China, der Mongolei, Russland, den Philippinen, Vietnam, Thailand, Indonesien, Sri Lanka und anderen Ländern betreut. Etwa hundert von ihnen finden hier ein Obdach und erhalten täglich ihr Essen.

Weil viele dieser Menschen keine legalen Arbeits- und Aufenthaltspapiere haben, fehlt ihnen auch ein Krankenversicherungs- und Rechtsschutz.

So erhalten in diesem Haus die betroffenen Menschen nicht nur Rechtsberatung, sondern auch medizinische Betreuung, Zahnbehandlung, psychotherapeutische Hilfe und Sprachkurse in Koreanisch. Täglich werden bis zu 200 Hilfesuchende medizinisch versorgt.

Es gibt einen chinesisch–koreanischen Gottesdienstraum und einen russischen, in denen tägliche Andachten und sonntägliche Gottesdienste in den jeweiligen Sprachen gehalten werden.

Das Haus steht unter der Leitung von Pfarrer Hae-Sung Kim. Einhundert haupta mtliche Mitarbeiter und etwa 1000ehrenamtliche Helfer stehen ihm zur Seite. Der staatliche Zuschuss deckt nur einen kleinen Teil des jährlichen Haushalts. Die Arbeit wird hauptsächlich durch Spenden und Zuwendungen verschiedener evangelischer Kirchen und der katholischen Kirche finanziert. Auch die beiden deutschsprachigen Gemeinden unterstützen seit Jahren dieses Projekt aus dem Erlös des Kirchenfestes.“

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Pfarrer Reinhard Schmitz

(Aus dem Gemeindebrief; Ausgabe Juni-September 2010)