Brücke / „HANSARANG“

Obdachlose befinden sich in allen Ländern der Welt. In Korea suchen Obdachlose vorwiegend ein Unterschlupf in Bahnhöfen oder in den Gängen der U-Bahn, wo sie zumindest etwas vor Wind und Wetter geschützt sind. Wer es sich leisten kann, kauft sich vielleicht auch ein U-Bahn-Ticket und fährt durch die Stadt. Die U-Bahn-Waggons sind zumindest geheizt. Landesweit gibt es an die 100 öffentliche Obdachlosenheime, in denen Obdachlose unterkommen können.

Neben der staatlichen Hilfe soll die Deutsche Katholische Kirche eine Anlaufstelle bilden. Als neues Projekt soll zunächst vier Mal im Jahr für 3 Stunden eine Möglichkeit der Begegnung stattfinden.

Dazu erhalten die Obdachlosen ein Fahrtticket um zum Gemeindezentrum zu gelangen. Zu Beginn des Treffens nehmen die Bedürftigen eine warme Mahlzeit ein. Anschließend soll mit Hilfe eines Dolmetschers die Möglichkeit des Gespräches ermöglicht werden. Somit können Hilfestellungen für verschiedene Lebenslagen angeboten werden. Außerdem kann die deutsche Kultur, Essgewohnheiten, Hilfsprojekte und vieles mehr den Obdachlosen erklärt werden.

Viele Obdachlose benötigen auch Anerkennung und eine Beschäftigung. Aus diesem Grund erhalten die Bedürftigen die Möglichkeit aus Restprodukten beziehungsweise anfallende Müllprodukten eine sinnvolle Wiederverwertung zu konstruieren. Beispielsweise können aus Tetrapacks, Plastikflaschen oder Eierkartons Produkte wie Geldbeutel, Dosen, Lampen oder Fingerpuppen hergestellt werden, die eventuell verkauft werden können. Es können auch Aktivitäten wie Verschönerung/Verbesserungen des Gemeindezentrums, des Kindergartens oder Umnähen von „alten“ Kleidungsstücken mit den Obdachlosen durchgeführt werden.

Anschließend erhalten die Obdachlosen wieder ein Fahrtticket für die Rückfahrt.